Erfolgreich Führen ohne Vorgesetztenfunktion und disziplinarische Weisungsbefugnis 

Mitarbeiter*innen sind in modernen und dezentral agierenden Unternehmen immer häufiger aufgefordert, Führungsfunktionen temporär wahrzunehmen, obwohl sie nicht über die entsprechende Positionsmacht verfügen. Insbesondere die sich entwickelnden netzwerkartigen Arbeitsbeziehungen werfen die Frage auf, wie sich Führungskräfte gegenüber Mitarbeiter*innen durchsetzen können, deren Vorgesetzte sie nicht sind. Zwar sollen sie Verantwortung für Arbeitsergebnisse übernehmen und deshalb auch Anweisungen geben, für die erforderliche Motivation sorgen und im Bedarfsfall steuernd eingreifen, dennoch sind sie nicht mit disziplinarischer Weisungsbefugnis ausgestattet. Dies führt zu Rollen- und Interessenskonflikten im Team. Laterale Führung ist daher nur dann erfolgreich, wenn sich Führungskräfte auf andere Machtquellen wie z.B. persönliche Autorität, ein ausgewiesenes Expertentum oder ein gezieltes Networking, das die eigene informelle Machtbasis stärkt, stützen können. Erst das Reflektieren der eigenen Situation, Entwicklung und Nutzung von Empathie, Akzeptanz, Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis ermöglichen ein souveränes Auftreten und Durchsetzen eigener und die Zusammenführung unterschiedlicher Interessen im Team.

Ziele

Teilnehmer*innen reflektieren die eigene Sozialkompetenz, persönliche Belastbarkeit und Reaktanz. Sie entwickeln und entdecken eigene kommunikative Fähigkeiten, erkennen die Bedeutung individueller Überzeugungskraft und lernen die Erfolgsfaktoren kollegialer Mitarbeiterführung kennen.

Die Inhalte befähigen die Teilnehmer*innen, vorgegebene Teamziele zu erreichen und Ihrer Rolle gerecht zu werden. Sie lernen, verschiedene Führungsstile und -prinzipien einzusetzen, Konflikte auf Basis eines Interessensausgleichs zu lösen und zielführende Kommunikationsmittel einzusetzen. 

Die Teilnehmer*innen lernen den Unterschied zwischen fachlicher und disziplinarischer Weisungsbefugnis kennen und entwickeln Grundsätze einer auf Kooperation ausgerichteten kollegialen Mitarbeiterführung.

Sie reflektieren Ihre Führungsrolle und analysieren vorhandene Teamstrukturen und erhalten über ein fundiertes Feedback und Impulse für eine konstruktive Teamentwicklung und -steuerung.

Die Teilnehmer*innen lernen Persönlichkeitsmodelle kennen, nutzen ihre positive Ausstrahlung, persönliche Durchsetzungsstärke, Informations- und Kommunikationsmodelle, um Mitarbeiter*innen intrinsisch motivieren und den Teamspirit fördern zu können.

Zielgruppe

Projektleiter, Teamleiter, Fachkräfte und Nachwuchskräfte, die künftig mit (temporären) Führungsaufgaben beauftragt werden

Voraussetzungen

keine

Agenda

Tag 1 – Dimensionen der Führung

  • Typische Herausforderungen der temporären Führungsrolle
  • Unterschiede der lateralen Führung zum Führen mit Disziplinarfunktion
  • Autorität entwickeln durch Sach-Kompetenz
  • Unterschiedliche Führungsstile und -prinzipien, Delegationsprinzipien
  • Sicherung des Informationstransfers
  • Stärkung der Eigenverantwortung bei Mitarbeiter*innen
  • Wertschätzende Haltung und Verlässlichkeit
  • Gruppendynamische Prozesse kennen und steuern
  • Indirektes Führen mit Hilfe von Netzwerken
  • Grundlagen einer kollegialen Arbeitsweise und Schaffung einer Win-Win-Situation
  • Grenzen sachbezogener Führung

Tag 2 – Kommunikative Anforderungen

  • Kommunikation und Kommunikationsregeln
  • Frageformen und Feedback geben
  • Delegieren mit klaren Zielvorgaben
  • Motivationstypen und wie man sie sich zu Nutze machen kann
  • Einhaltung von Kommunikationsregeln in heterogenen und interdisziplinären Teams
  • Einbinden kritischer Teammitglieder
  • Auflösen von Blockaden, Konflikte erkennen und lösen
  • Einbinden kritischer Teammitglieder
  • Umgang mit Widerstand,
  • Rückhalt bei der Unternehmensführung sichern


Schulungsunterklagen/ Einzelgespräche 

E-Mail
Anruf
Infos
LinkedIn