Erfahrungswissen aus der Praxis für die Praxis - Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann" (Francis Picabia)

Führen ohne formale Vorgesetztenfunktion

Seminardauer: 2 Tage - 1120,00 € zzgl. MwSt.

Wer Mitarbeiter führen und Projekte leiten soll und nicht auf institutionelle Macht zurückgreifen kann, benötigt eine außerordentliche Führungskompetenz. Denn die Arbeitsbeziehungen in Unternehmen und spezielle im agilen  Projektmanagment verändern sich. Denn immer mehr Mitarbeiter*innen agieren selbständig, sind in flexibel organisierten Teamstrukturen eingebunden und arbeiten bereichsübergreifend in Netzwerken zusammen. Empathie, eine überzeugende Kommunikation und eine echte Kooperationsbereitschaft im Team in der Steuerung des betrieblichen Alltags werden immer wichtiger.

Da die Weisungsbefugnis als Machtfaktor wegfällt, erfordert das „Führen von der Seite“, daher eine andere Qualität der Mitarbeiterführung. Laterale Führung muss sich auf andere Säulen der Autorität stützen. Nicht mehr die Durchsetzung aufgrund der Vorgesetztenrolle, sondern ein Interessenausgleich aller Beteiligten und die Fokussierung auf gemeinsam entwickelte Ideen und Ziele wird zur Grundlage der Arbeit.

Als wichtige Erfolgsfaktoren in der lateralen Führung gelten insbesondere die Konfliktprävention, Konfliktfähigkeit und der Mut, die eigene Rolle zu gestalten. Dies führt schnell zu Rollen- und Interessenskonflikten. Laterale Führung ist dann erfolgreich, wenn sich Führungskräfte auf andere Machtquellen wie z.B. persönliche Autorität, ein ausgewiesenes Expertentum oder ein gezieltes Networking, das die eigene informelle Machtbasis stärkt, stützen können. Erst das Reflektieren der eigenen Situation, Entwicklung und Nutzung von Empathie, Akzeptanz, Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis ermöglichen ein souveränes Auftreten und Durchsetzen eigener und die Zusammenführung unterschiedlicher Interessen im Team.

Ziele des Seminars

Die Teilnehmer*innen reflektieren die eigene Sozialkompetenz und die persönliche Belastbarkeit. Sie entwickeln notwendige kommunikative Fähigkeiten. Sie erkennen die Bedeutung individueller Überzeugungskraft und lernen die Erfolgsfaktoren aber auch Grenzen kollegialer Mitarbeiterführung kennen.

Agenda

Dimensionen der Führung

  • Typische Herausforderungen der temporären Führungsrolle
  • Unterschiede der lateralen Führung zum Führen mit Disziplinarfunktion
  • Autorität entwickeln durch Sach-Kompetenz
  • Unterschiedliche Führungsstile und -prinzipien, Delegationsprinzipien
  • Sicherung des Informationstransfers
  • Stärkung der Eigenverantwortung bei Mitarbeiter*innen
  • Wertschätzende Haltung und Verlässlichkeit
  • Gruppendynamische Prozesse kennen und steuern
  • Indirektes Führen mit Hilfe von Netzwerken
  • Grundlagen einer kollegialen Arbeitsweise und Schaffung einer Win-Win-Situation
  • Grenzen sachbezogener Führung

Kommunikative Anforderungen

  • Kommunikation und Kommunikationsregeln
  • Frageformen und Feedback geben
  • Delegieren mit klaren Zielvorgaben
  • Motivationstypen und wie man sie sich zu Nutze machen kann
  • Einhaltung von Kommunikationsregeln in heterogenen und interdisziplinären Teams
  • Einbinden kritischer Teammitglieder
  • Auflösen von Blockaden, Konflikte erkennen und lösen
  • Einbinden kritischer Teammitglieder
  • Umgang mit Widerstand,
  • Rückhalt bei der Unternehmensführung sichern

Zielgruppe

Projektleiter, Teamleiter, Fachkräfte und Nachwuchskräfte

Voraussetzungen

keine

Methoden/Toolbox: Impulsvortrag, Reflektionen, Übungen, Schulungsunterlagen und Einzelgespräche

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